Haus 115

Hausname: "Bäschteler"

Der Hausname kommt von Sebastian Ehlich, der von seinem Vater "Bästel" genannt wurde. Da es zur gleichen Zeit einen weiteren Hausbesitzer mit dem Namen Sebastian Ehlich auf Haus Nr. 50 gab, setzte sich zur besseren Unterscheidung diese Kurzform durch. Der Hausname ist der älteren Dorfbevölkerung noch geläufig.

Alte Hausnummer: 115
Jetzt: Füssener Str. 2
Jetziger Besitzer: Galonska, Robert

1530: Erste Erwähnung in einem Zinsbericht durch das Pflegamt Füssen. Das Anwesen war Erbgut des Klosters zu St. Mang, Füssen.

1687: bekennt der eingeheiratete Stanus Aschtaller vor dem Richteramt, dass er von seiner Hausfrau  ..." von Tisch und Bett geschieden wurde"...

1701: mit 1.410 Gulden die siebthöchste Steuerleistung des Dorfes,

1776: höchste Steuerleistung mit 2028 fl. (Gulden).

1795: beim großen Dorfbrand abgebrannt.

1796: Wiederaufbau in der bis heute erhaltenen "Form", ähnlich der Bauweise des Pfarrhofes, besonders erhöht mit zwei Speicheretagen und einer steilen Dachneigung. Von der Ostseite begehbarer Keller, sowie Eingangstreppe zur im Hochparterre gelegenen Küche.

 

 

In der Denkmalschutzliste:

"...aufgedoppelte Sterntüre, Ende des 18.Jahrhunderts..."

 

 

 

 

 

 

 

Nachfolgend Figuren in den Mauernischen:

 
Südostseite: Heiliger Franz Xaver, Nordostseite: Heiliger Florian
 

1796: beim Neuaufbau wurden im 1. Obergeschoß in drei Räumen und dem oberen Gang sechs runde Deckenfresken angebracht. Davon sind vier erhalten:

 
</b>Von links nach rechts die Darstellungen "unbefleckte Empfängnis", "Sinnbild der Liebe" und "Sinnbild der Hoffnung"
 
</b>Darstellung „Anbetung der Hirten“ mit Jahreszahl 1796

Mündlich wird überliefert, dass ein Kirchenmaler, der an den Deckenfresken der Burggener Dorfkirche St.Stephan mitgewirkt hat und während dieser Zeit im Haus untergebracht gewesen sein soll, diese Zimmerfresken geschaffen hat.

 

1840: kaufte Marianus Hartmann dieses Anwesen. Da die Familie Hartmann alle drei in Burggen vorhandenen Brauwirtschaften betrieb, wurde wohl der vorhandene Keller dieses Hauses zur Weinlagerung genutzt. Das erklärt den Treppenaufgang an der Ostseite des Hauses, der zugleich ein besonders günstiger Zugang zum gegenüber liegenden Gasthof "Roather-Wirt" war.

1849: erwarb Franz Anton Lang den Hof, der von 1855 bis 1860 Bürgermeister in Burggen war.

 

 


St. Anna Strasse
Übersichtsplan

Hausnummer 81 Hausnummer 82 Hausnummer 83 Hausnummer 89 Hausnummer 88 Hausnummer 90 Hausnummer 102 Hausnummer 97 Hausnummer 100 Hausnummer 91 Hausnummer 94 Hausnummer 93 Hausnummer 98 Hausnummer 105 Hausnummer 106 Hausnummer 107 Hausnummer 110,5 Hausnummer 110 Hausnummer 122 Hausnummer 111 Hausnummer 112 Hausnummer 113 Hausnummer 116 Hausnummer 114 Schautafel St. Anna Strasse

St Anna Strasse