Haus 114

Die Aufnahme entstand 1981

Hausname: "Kögel" bzw. "Kögelschneider" oder "Kögelbauer"

Zurückzuführen auf Martin Kögel, dem 1639 das Anwesen übergeben wurde. Der Name Kögelbauer wurde um 1800 verwendet. Der Zusatz Kögelschneider geht auf Georg Schregle zurück, der den Hof 1835 erwarb und neben der Landwirtschaft auch das Schneiderhandwerk ausübte. Alle drei Namen sind nicht mehr gebräuchlich.

alte Hausnummer: 114
jetzt: St.-Anna-Str. 2
jetziger Besitzer: Geiger, Leonhard

1575: Erste Erwähnung: beim Tode von Gregori Unsinn zahlte dessen Sohn das Hauptrecht.

Hauptrecht, Besthaupt oder Todfall wurde das Recht des Lehensherrn genannt, sich beim Tode des Leheninhabers (Gregori Unsinn) das beste Stück Vieh aus dem Stall zu holen. Meist wurde dieses Recht unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Verhältnisse in Bargeld abgegolten.

1594: In der Türkenbeschreibung wird das Anwesen als Herren-Bestandsgut (vom Grundherrn gepachtetes Bauerngut, für das ein jährlicher Zins zu zahlen war)zu St.-Mang erwähnt.

1795: beim großen Dorfbrand abgebrannt

1803: Durch die Säkularisation und damit die Enteignung der Klöster kam das Anwesen in den Besitz des Fürsten Wallerstein.

1867: Der vormals große Hof war verschuldet, zahlungsunfähig und wurde "zertrümmert".

Erst nachdem die Leibeigenschaft und Lehensherrschaft abgeschafft und Privatbesitzungen an Haus, Wald und Flur möglich geworden waren, konnte mit einem Anwesen Handel getrieben werden und es durfte in Einzelteilen verkauft (zertrümmert) werden. Ausnahme war das sogenannte "Gemeinderecht", das an den Hof gebunden blieb und bis heute bei den Altrechtlern noch besteht.

Vermutlich wegen der schwierigen materiellen Lage auf dem Anwesen wechselten in der Zeit von 1868 bis 1896 fünf-mal die Besitzer.

1896: Anton Geiger und Ehefrau Felizitas, die Großeltern des jetzigen Besitzers, erwarben den Hof.

1934: 21,169 ha Grundbesitz, auf 55 Parzellen verteilt, machen deutlich, daß eine Zusammenlegung von Flurstücken zum Zwecke einer besseren Bewirtschaftung dringend notwendig war.

Die Flurbereinigung 1953-1956 in Burggen behob diese Flurzerstückelung.

1979: Die Landwirtschaft wurde aufgelöst.

1986: Der nach Süden zeigende Wiederkehr wurde komplett erneuert.

1994: Das Wohnhaus wurde ebenfalls neu erstellt.

 

 

Die Aufnahme entstand ca. 1914. Von links nach rechts: Georg Geiger, Agnes Rost, Anton Kralik, Felizitas, Josef, Anton Geiger,

Kreszenzia Mayer, Maria Fischer und ein Knecht.

Der Einfirsthof wurde schon um den nach Süden ausgerichteten Wiederkehr erweitert.

Der Ahornbaum im Hofraum ist auch schon zu sehen. Daraus lässt sich ableiten, dass sein Alter weit über einhundert Jahre beträgt.

 

 

Die Aufnahme entstand anlässlich der Goldenen Hochzeit von Josef und Felizitas Geiger, geb. Köpf im Jahre 1946. Das Jubiläumspaar sitzt in der Kutsche.

Im Vordergrund, Bildmitte ist der damalige Pfarrer von Burggen, Mathäus Mair zu sehen. Vorne rechts der Pfarrer von Tannenberg, Georg Sandmair. Auf dem Kutschenbock rechts sitzt Georg Stiegelmayer. Er war lange Zeit Postbote in Burggen.

 

 


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