Haus 113

</b>1902 erhielt Johann Gast durch Übergabe den Hof. Die Aufnahme entstand um 1905 und zeigt die Familie Gast.

Hausname: "Roschmann"

Zurückzuführen auf den eingeheirateten Peter Schweiger, der den Namen von Haus Nr. 112 (gegenüber, St.-Anna-Str.1) mitbrachte, wo die Familie Roschmann einhundert Jahre lebte. Der Hausname ist noch gebräuchlich.

alte Hausnummer: 113
jetzt: St.-Anna-Str. 4
jetziger Besitzer: Gast, Herbert

1540: Erste Erwähnung im Lehensbuch als Hochstiftliches Lehen

1600: In den Lehensbüchern werden die Flurstücke, die zu Lehen vergeben worden sind, namentlich genannt: z.B. Weyerstatt, Gruebach, Schlissl, Fuchslöchern

1672: Bullach, Hoheneggarthen, in der Au, Sennewang, Eisengrueb; diese Flurnamen sind bis heute erhalten und vor allem unter der älteren Dorfbevölkerung noch in Gebrauch.

1707: Der Besitzer des Anwesens, Sebastian Minzenrieder ist laut Pfarrmatrikelbuch, Burggen auf seiner Fahrt nach Augsburg ..."mit Roß und Wagen im Fluß ertrunken"... und wurde erst nach Tagen gefunden.

1758: Josef Anton Bracht, Kistler (Tischler) aus Bertoldshofen heiratete hier ein und fertigte die neue Kanzel in der St.-Anna-Kirche, Burggen.

 

 

1758: Josef Anton Bracht, Kistler (Tischler) aus Bertoldshofen heiratete hier ein und fertigte die neue Kanzel in der St.-Anna-Kirche, Burggen.

 

1795: beim großen Dorfbrand abgebrannt.

1847: Peter Schweiger, Krämer, verheiratet mit Kreszenz Roschmann (aus dem Haus gegenüber Nr. 112, St.-Anna-Str.1) erbt diesen Hof und bringt den Hausnamen "Roschmann" mit.

1872: Sein Sohn Quirin Schweiger übernahm das Anwesen und wurde schon mit 30 Jahren

1876: zum Bürgermeister von Burggen gewählt. Dieses Amt bekleidete er 26 Jahre lang

1902: bis zu seinem Tode.

Anläßlich seines 25jährigen Dienstjubiläums wurden 1901 seine Verdienste auf einer Ehrentafel gewürdigt, auf der unter dem Titel "Ehre wem Ehre gebührt" um ein Foto von Quirin Schweiger herum sich acht damalige Gemeindevertreter gruppierten.

 

 
</b>Kruzifix an der Südseite des Hauses: Herkunft und Alter nicht bekannt

In einer Statistik des Amtsbezirkes Schongau von 1878 (zwei Jahre nach der Ernennung von Quirin Schweiger zum Bürgermeister)heißt es u.a.:

"...Die Gemeinde zählt zu den wohlhabenderen, deren Einwohner sind fleißig, sparsam und nüchtern, leben in geordneten Verhältnissen und sind ruheliebend. Exzesse gehören zu den Seltenheiten. Der noch jugendliche neue Bürgermeister Quirin Schweiger ist nach Kräften bemüht, die Interessen der Gemeinde nach allen Richtungen zu fördern und zu einer gedeihlichen Entwicklung zu bringen..."

 


St. Anna Strasse
Übersichtsplan

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