Haus 110 ½

Hausname: "Käsküche"

alte Hausnummer: 110 ½
jetzt: St.-Anna-Str. 10
jetziger Besitzer: Molkereigenossenschaft Burggen

1898: Von einer neu gegründeten Genossenschaft wurde auf diesem Grundstück eine Käsküche erbaut. Sie erhielt die Nummer IV, da vorher im Dorf bereits drei Genossenschaften bestanden haben, die Käsküchen betrieben.

1929: Im Februar brannte das Gebäude vollständig ab. Noch im gleichen Jahr erfolgte der Aufbau eines neuen und größeren Betriebsgebäudes, so wie es heute noch besteht.

ab 1930 wurde der Betrieb unter der Bezeichnung "Milchverwertungszentrale" und später unter "Molkereigenossenschaft Burggen" geführt.

1939-54: lösten sich nach und nach die Genossenschaften I, II, III und V auf und traten dieser Molkereigenossenschaft bei.

1919-50: war Thomas Fichtel durchgehend Pächter dieser Käsküche.

1951: übertrug die Molkereigenossenschaft den Betrieb der Käsküche dem Ersten Bayerischen Butterwerk in Schongau.

1951-62: war Simon Knöpfle hier Käsermeister und Betriebsleiter. Die unter seiner Leitung hergestellten Produkte erhielten mehrere Qualitätsauszeichnungen

ab1960 wurde die Milch hier nicht mehr verarbeitet, sondern nur noch angenommen und an das Erste Bayerische Butterwerk in Schongau geliefert.

1987: stellte das Butterwerk die Milchverarbeitung in Schongau und Steingaden ein und verpachtet den Betrieb an die Firma Hochland. Mit dieser Firma besteht der Milchlieferungsvertrag bis heute.

 

 

Anzahl der Milchlieferanten:

1955 135
1975  99
1995  61
2003  28
 

Das Bild zeigt das 1898 von der neu gegründeten Genossenschaft IV erbaute Betriebsgebäude. Im Februar 1929 wurde das Gebäude durch Brand vollständig zerstört. Die Brandursache ist nicht bekannt.

 

 

An der gleichen Stelle, an der das 1929 abgebrannte alte Gebäude stand, wurde unverzüglich dieses Betriebsgebäude neu errichtet. Es  war wesentlich größer und mit für die damalige Zeit modernster Einrichtung zur Milchverarbeitung ausgestattet. Heute ist das Obergeschoß bewohnt und im Erdgeschoß wird noch die Milchsammelstelle betrieben.

 

 

Die Einödbauern lieferten noch lange Zeit die Milch mit ihren Pferdegespannen an. Um das Jahr 1960 entstand diese Aufnahme. Aus dem großen runden Behälter unter dem Balkon (links) konnten die Bauern unentgeltlich Käswasser für das Vieh abholen.

 

 

Das Bild entstand 2003. Landwirt Christian Lang liefert seine Milch an.

Die Milch wird abgesaugt und in einen Sammelbehälter ins Gebäudeinnere geleitet. Milchmesser ist seit 1997 Ernst Ehlich. Er nimmt eine Probe der angelieferten Milch zur Qualitätskontrolle ab.

 

 

 

 

 

 

 

 

 


St. Anna Strasse
Übersichtsplan

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