Haus 106

</b>Aufnahme aus der Zeit vor 1930 mit Angehörigen der Familie Eiband

Hausname. "Railing"

Johann Georg Eiband brachte den Hausnamen vom Haus Nr.91 mit, als er dieses 1864 erwarb. Der Hausname wird zwar heute nicht mehr benutzt, ist aber der älteren Dorfbevölkerung geläufig. Bis 1850 war hier der Hausname Noler gebräuchlich, der auf den Schwiegersohn von Philipp Soher, Augustin Noll zurückgeht und vermutlich zur Unterscheidung der vielen Soyer, Soher oder Socher um 1650 diente.

Alte Hausnummer: 106
Jetzt: Pfarrhaldenweg 5
Jetziger Besitzer: Eiband, Xaver

1632-52: Erste Erwähnung in der Kriegsschadensliste mit vier Rindern und 110 Gulden Sachschaden, Inhaber Franz Soher, Metzger.

1795: beim großen Dorfbrand abgebrannt.

 

 

1796: Erwarb die Familie Amberg dieses Anwesen. Johann Amberg und seine zweite Frau Theresia starben beide am 30.08.1847, vermutlich an einer der vielen infektiösen Krankheiten, die zu der Zeit grassierten. Ab 1847 bewirtschafteten die unverheirateten Kinder aus beiden Ehen - Josef Anton, Anna-Maria und Rosa Amberg das Anwesen gemeinsam. Als der Bruder Josef Anton Amberg 1860 verstarb, verkauften seine Schwestern das Anwesen und schenkten den gesamten Erlös der Kirche St.Stephan.

Eine Tafel in der Friedhofsmauer weist auf diese großzügige und ehrenhafte Schenkung hin.

 

Hoftafel

Ausschnitt aus einer Hoftafel der Familie Eiband vor 1900.

Nach mündlicher Überlieferung soll dies eine der (noch im Dorf mehrfach vorhandenen) Hoftafeln des Chronisten Stefan Lang (1864 - 1935) sein (siehe alte Hausnummer 110).

Die Tafel zeigt den in alten Urkunden erwähnten so genannten "Noler-Brunnen", einer der acht öffentlichen und zwei privaten Brunnen, die bis zum Bau der zentralen Wasserleitung 1904 die Wasserversorgung des Dorfes sicherten. Gespeist wurden diese öffentlichen Brunnen vermutlich mit dem Wasser aus dem so genannten "Schäfmoos", einem Feucht- und Quellgebiet westlich der St.-Anna-Kirche. Das Wasser rann in ausgehöhlten Baumstämmen (Deichelleitungen) wegen des abfallenden Geländes aus dem Quellgebiet hinunter bis ins Dorf und wurde in hölzernen Brunnentrögen aufgefangen. Hier schöpften die Anwohner ihr Wasser für Haus und Hof.

 
Alte Postkarte
 


St. Anna Strasse
Übersichtsplan

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